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Mittwoch, 30. Januar 2008
BRAUNSCHWEIG

Eine Schnapsidee erobert Berlin

"Der Borgmann" aus der Hof-Apotheke: Braunschweiger Kräuterlikör ist in der Hauptstadt ein Renner

Von Gaby Grabowski

Apotheker Jan Borgmann füllt nach einem Rezept seines Großvaters den hauseigenen Kräuterlikör ab.

Eine geniale Schnapsidee: Seit 100 Jahren braut die· Apothekerfamilie Borgmann nach traditioneller Rezeptur einen Magenbitter - jetzt haben Berliner Spitzenköche den Braunschweiger Kräuterlikör für sich entdeckt, und in den angesagten Klubs der Stadt gilt "der Borgmann" als Kultdrink - die Nachfrage steigt.
UrkundeDen ersten "Kräuterschnaps für den Magen" der Familie Borgmann stellte der Urgroßvater um 1900 aus besten Kräutern und edlen Gewürzen im Laboratorium der "Hof-Apotheke" her. Mittlerweile steht die vierte Generation dort hinter dem Tresen, und noch heute wacht mit Stolz das Herzogliche Wappen über der Eingangstür in der Schuhstraße 4: "privilegiert seit 1772".
In dem Jahr verlieh Herzog Carl Wilhelm Ferdinand das Privileg "offizieller Hoflieferant".

Mit 39 Prozent Alkohol ein absoluter Stimmungsmacher.

Der hauseigene Magenbitter war allgemein beliebt, denn er wirkte nach einem üppigen Essen verdauungsfördernd und mit 39 Prozent Alkohol sicher auch als kleiner Stimmungsmacher. Damals stellten viele Apotheker ihre eigenen Liköre her, eine Tradition, die fast ausgestorben ist.
Jan und Hendrik Borgmann haben sich 2005 auf den Familienschatz besonnen, nachdem sie merkten, dass das urgroßväterliche Kräuterelixier auf privaten Parties wegging wie knusprig duftende Croissants am jungfräulichen Morgen.
"Das Geheimnis unseres Premiumlikörs ist die Konzentration und die Menge der Kräuter. Sobald sich die Kräuteressenzen im Mund entfalten und ihr Aroma abgeben, schmeckt man das Besondere, bei industriell hergestellten Likören ist das nicht so", verrät Hendrik.

Zielgruppe sind vor allem junge Leute.


Der mutige Plan: ein traditionelles, hochwertiges Produkt in moderner Verpackung auch für junge Leute anzubieten und zu verkaufen. Während der 32-jährige Jan tagsüber in der Apotheke steht, oft bis spät in der Nacht den Kräutertrunk ansetzt und per Hand in Flaschen abfüllt, kümmert sich Bruder Hendrik um den Vertrieb. Uralt und original das Braunschweig und Schnapsrezept, zeitgemäß und cool der Auftritt. Den „Borgmann“ gibt es jetzt in trendigen Aluflaschen. Drei verschiedene Künstler haben eine limitierte Edition gestaltet. Die kleinen Kunstwerke kommen vor allem in Berliner Spitzenrestaurants und Szeneläden gut an.
Seit Hendrik Borgmann als Schauspieler in der Hauptstadt arbeitet und lebt, gern und viel im Nachtleben unterwegs ist, bot er den Kräuterschnaps in seinen bevorzugen Läden an, und nun rennt der kleine Bittere auch dort.

Star-Koch Tim Raue servierte seinen Gästen im Swiss Hotel den Kräutertropfen aus Braunschweig und kreierte sogar eine Fleischsauce daraus. Seit dem gilt „der Borgmann“ als Tipp unter Kennern. Bei Promitreffs wie dem „Grill Royale“, dem Käfer-Restaurant im Reichstag und dem von Brad Pitt und Angelina Jolie besuchten Q-Hotel steht der Braunschweiger Apothekerschnaps schon längst auf der Karte. Auch die verwöhnte Szene ist  ganz wild auf den Kräuter-Stoff.
Clubs wie Cookies und die Lützowbar schenken den Borgmann pur oder auf Eis aus. Gern genommen wird er als Longdrink mit Tonic Water, obwohl der recht medizinisch schmeckt. Alles Geschmackssache - zum Renner entwickelt sich gerade "Borgmann Q" mit Limetten, Gingerbier und Gurkenscheiben. Ein Kräuterelixier mit Kultstatus. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ...

Fakten

Im Handel gibt es den Borgmann Kräuterschnaps nur im Berliner Kaufhaus KaDeWe und der Borgmannschen Hof-Apotheke in Braunschweig (Schuhstraße 4). Dort gibt es sogar noch die original Glasflasche von einst. Weitere Informationen unter www.borgmann1772.com

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Aus der Braunschweiger Zeitung vom 30.01.2008
Copyright 2008 Braunschweiger Zeitung
Mit freundlicher Genehmigung der Braunschweiger Zeitung